Archive for the 'Mobile' Category

Der Unterschied zwischen Gamification und auf die Nerven gehen

Push-Nachrichten sind toll. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sind sie leider oft nicht mehr, als verzweifelte Versuche von Apps, den Nutzer noch mal ein paar Sekunden zu fesseln. Bevor die App wieder in der Bedeutungslosigkeit versinkt…
Ein Beispiel:

Nervige Push Nachricht Duolingo

Thank you, captain obvious!

Glücklicherweise kommt das positive Gegenbeispiel von der selben App. Na, merkt ihr den Unterschied?

Push Nachricht Duolingo

Das ist Gamifiction mit einem „social layer“, wie sie im Buche steht. Und das ist der Unterschied zwischen psychologisch wirksamer Motivation und dem Missbrauch von Push-Nachrichten.

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Falk Ebert

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VVS App mit groben Fehlern?

You gotta be kidding me…?

Ist was ich mir gestern gedacht habe, als ich mich für die VVS Handyapp angemeldet habe, um fortan Tickets vom Smartphone kaufen zu können. Beim Registrierungsprozess musste ich meine Daten ca. 7x eingeben, weil die Anmeldung jedes Mal behauptete, dass meine Session abgelaufen sei. Keine Ahnung warum.

Da ich mein Android auf Englisch eingestellt habe, war die App auch automatisch auf Englisch konfiguriert. Was ich gut fand. Allerdings waren die Fehlermeldungen im Eingabeformular auf Deutsch. Sehr sinnvoll für Englischsprachler.

Aber das passt ja noch. Was dann nicht mehr passt ist die E-Mail, die ich für die Registrierung bekommen habe (klicken zum Vergrößern):

VVS-App

Soso, ihr wollt also meine Bankdaten für die Bezahlung haben. Na, wenn ihr damit genauso sorgfältig umgeht, wie mit Euren Kundendaten im E-Mail Backend, dann gebe ich sie euch NATÜRLICH NICHT. Wie zum Teufel kann ein so großes Unternehmen so einen Pfusch veröffentlichen, wenn davon der direkte finanzielle Unternehmenserfolg abhängt??

Christian Faller

Simyo Datenschutz Wahnsinn

Regen

Ich hatte vor kurzem ein Smartphone Tarif-Fiasko, als ich mich wegen einer Änderung meines Flatrate Tarifs etwas mit Simyo in den Haaren hatte. Long story short: Ich hing mit einer Mitarbeiterin an der Hotline, die meine Situation genau verstehen konnte, der es ganz offensichtlich peinlich war, mir sagen zu müssen, dass das Simyo System besch***** ist und ich tatsächlich geliefert bin und sie oder ich beide nichts daran ändern können.

Ich möchte die alte Geschichte auch nicht wieder aufrollen, aber eine Sache fiel mir während dem ganzen Debakel vordergründig auf: Jeder Simyo Kundendienst-Mitarbeiter kennt mein volles Cleartext Passwort. WHAAAAT?

Gesprächsprotokoll

Simyo: Lieber Herr Faller, zur Verifikation, dass es auch wirklich Sie sind, bräuchte ich bitte Ihre Anschrift.

Chris: Das ist Wilhelmstraße 46 in 73779 Deizisau.

S: Dann noch bitte Ihr Geburtsdatum.

C: Der 9.2.1988.

S: Gut, zuletzt bitte die ersten 4 Stellen Ihres Passworts.

//Hier denke ich mir schon, dass das etwas komisch ist (oder ist das etwa normal?), aber vielleicht sehen die ja einen Teil meines PWs. Wie oft nur die letzten 4 Ziffern der Kreditkarte angezeigt werden. Ich fahre also fort.//

C: Puh, das weiß ich gar nicht genau, ich habe nämlich überall ein anderes und arbeite mit einem Passwortmanager. Kleiner Moment bitte.

//Ich öffne nebenbei am Rechner mein LastPass. Währenddessen rate ich schonmal, was es sein könnte.//

C: Das müsste XXXX sein.

S: Nein, das ist leider falsch. Also ich kann Ihnen sagen, dass es ein ziemlich komisches Passwort ist (gluckst).

//WTF? Was soll das denn bedeuten??//

C: Aha, okay. Moment.

// Ich finde das Passwort im Manager. Das Passwort sind ein paar Worte mit Zahlen aneinandergereiht. Das erschreckende daran ist: Nach vier Ziffern steht dort ein volles deutsches Wort plus eine Zahl. Sonst nichts. Also absolut nichts komisches. Das bedeutet Simyo sieht mein VOLLES Cleartext Passwort. Im Kundendienst. Ha Ha Ha Ha. Vielen Dank für den professionellen Datenschutz!

Bei aller Liebe zur Offenheit mit Privatsphäre, aber mein Passwort soll überhaupt niemand wissen. Schon gar nicht jeder Kundendienstmitarbeiter eines Telefondiscounters, dessen Systems so schlecht ist, dass ich nicht einmal den Tarif meiner Flatrate ändern können ohne zu kündigen (keine Vertragslaufzeit!).

Ich muss das immer noch verdauen.


Christian Faller

Social TV Megafail – deshalb greifen wir lieber zum Second Screen

In seinem hervorragenden Artikel 9 1/2 Thesen zu SmartTV, SocialTV und dem ganzen Rest bringt Richard Gutjahr es auf den Punkt:

Wetten dass… SmartTVs alles andere als smart sind und dass die Zukunft des Fernsehens den dummen First- und den schlauen Second Screens gehört?

Internet, Apps, Check-Ins… was auch immer wir beim Fernsehen in Zukunft tun werden – wir werden es nicht am Fernseher tun. Sondern mit unseren Smartphones, Tablets oder Laptops.

Auch wenn die TV-Hersteller das nicht wahrhaben wollen. Und auch, wenn die Medienmacher von heute diese einfache Realität konzeptionell nicht wirklich verstanden haben.

Und warum ist das so? Auch deshalb, weil die „smarten“ Fernseher alles andere als smart bedienbar sind.

Ein kleines Quiz

Wie lange braucht ein digital native, um mit einem vertrauten Samsung-Fernseher eine Website aufzurufen und den ersten Artikel anzuklicken? Bei einem iPhone wären es 25 Sekunden.

Wenn ihr vier Minuten getippt habt, liegt ihr auf die Sekunde genau richtig. Und es lag nicht an der Testperson.

dummer smartTV

Das Protokoll des Experiments

  • Der Fernseher: Ein Samsung UE46D7090, 3D-LCD-Fernseher, vollgestopft mit smartGedöns, dazu bessere Fernbedienung. Nicht billig.
  • Der Mensch: 19 Jahre alt, kennt den Fernseher und die Remote schon, digital native. Sehr intelligent.
  • Die Aufgabe: gefahrgutblog.de ansurfen und den ersten Artikel anklicken.
    Die Zeit läuft.

0 Minuten 0 Sekunden:
Der Fernseher läuft schon, das Booten wollten wir fairerweise nicht mitrechnen.

0 Minuten 12 Sekunden:
Der Browser ist geöffnet. Beim ersten Mal sucht man sich den Bär, bis man auf der überladenen Fernbedienung und in den schlecht konzipierten Menüs das entsprechende Icon findet. Wollten wir fairerweise aber auch nicht mitrechnen.

0 Minuten 36 Sekunden:
„Wie komm ich noch mal in die URL-Leiste?“

1 Minute 07 Sekunden:
Der Cursor ist, wo er sein soll, die Onscreen-Tastatur ist offen.

1 Minute 21 Sekunden:
Es war unvermeidbar – ein Tippfehler. Die neue Subquest lautet: Finde die Backspace-Funktion!

1 Minute 30 Sekunden:
„Ups, voll verkackt.“ Das war NICHT die Backspace-Funktion.

2 Minuten 0 Sekunden:
Fehlt nur noch die TLD. Aber da…

2 Minuten 20 Sekunden:
„Oh. Alles wieder weg.“ Irgendwas falsches gedrückt.

2 Minuten 30 Sekunden:
„Das ist wie früher auf meinem Handy, nur ohne T9.“

3 Minuten 10 Sekunden:
Die URL steht fast in der Suchleiste. Auch ohne T9.

3 Minuten 43 Sekunden:
Auch das Bestätigen hat letztendlich geklappt. Der Gefahrgut Blog ist geladen. Klick auf den Artikel entpuppt sich als nicht so einfach.

4 Minuten 0 Sekunden:
Geschafft! Der Artikel ist aufgerufen.

Fazit

Genau deshalb benutzen wir beim Glotzen lieber unsere Smartphones. TV-Hersteller haben das selbe Problem wie viele andere Geräte-Hersteller. Von der Digitalisierung überrollt, keine Personen in Führungspositionen, die moderne Usability verstehen, keine fähigen Interface-Designer eingekauft.

Warten wir mal auf die Schachzüge von Google und Apple im Jahr 2013, was Fernsehen im Digitalzeitalter angeht!

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Falk Ebert

Arbeiten unterwegs als Dauerzustand

Alle meine Freunde und Bekannten fluchen, wenn sie im ICE von München nach Frankfurt mal wieder keinen Internetempfang kriegen. Oder wenn die Verbindung in der Uni schlecht ist. Oder Skype ab und an stockt. Verständlich? Und ob! Auch ich fluche in diesen Fällen. Und auch wenn hier viele Leute der älteren Schule nichteinmal bemerken, dass es ein Problem gibt, geht unserer Generation nahezu die Düse.

„Always-On“ bedeutet dabei nicht nur nette Spielereien während der Bahnfahrt, sondern wertvolle Arbeitszeit, die ansonsten verloren wäre. Gerade für Freiberufler wie mich ist das bares Geld. Nutzlos irgendwo aus dem Fenster zu schauen ist für mich nämlich weder abschalten, noch sinnvoll die Zeit genutzt. Leider.

Und das solche Situationen immer seltener vorkommen, habe ich mich anpassen müssen. Mit Erfolg.

Denn die Menge an Arbeit, die ich in den letzten vier Wochen während meiner Reise über Miami, Mexiko, Kuba, New York, Island und München jongliert habe, hat mich für alle Situationen und Eventualitäten Deutschlands abgehärtet: Kleine Kinder am Pool in Mexiko während ich den wichtigen Screencast aufnehme. Internet Rubbelkarten zu astronomischen Preisen in Havanna. Überfüllte Coffee-Shops in Reykjavik. Ich hatte die ganze Palette.

Und siehe da: Der Mensch passt sich an. Nach all den Strapazen habe ich inzwischen ein dickes Fell. Emails werden immer lokal gespeichert wenn ich unterwegs bin (also bereits im Vorfeld). Screenshots wichtiger Projekte lassen mich auch offline mehr oder weniger effektiv arbeiten. „Sichere“ Internetzeit wird wertvoll genutzt und nicht auf Facebook verbracht.

Der Luxus Internet war mir bis dato nie so recht bewusst. Denn genau dann abgeschnitten zu sein, wenn man so dringend zugreifen müsste, ist ein wirklich unangenehmes Gefühl.

Paradoxer Weise war ich NIEMALS zuvor so produktiv wie während meiner Reise durch Kuba. 8€ für eine Stunde Internet per Rubbelkarte in einer Hotellobby, in der man eigentlich nichtmal sitzen dürfte, war ein Zustand unter dem jede Sekunde genutzt wurde: Einloggen, Emails abrufen, Ausloggen, Emails schreiben, Einloggen, Absenden. Und wieder von vorne.

Im Endeffekt habe ich zwar wesentlich weniger Arbeit fertig gebracht – vielleicht 30% von dem was ich normal machen würde. Dafür habe ich aber maximal 10% der Zeit gearbeitet. Eine gute Quote, die für den Moment den Zweck erfüllt hat.

Ich hoffe, dass ich diese Disziplin nun auch im normalen Alltag in Deutschland beibehalten kann.

Ich zweifle leider stark.

Eine gute App steht und fällt mit dem Konzept

Es gibt grausame Werbe-Apps. Eine der wohl schlechtesten Apps aller Zeiten hat uns Chris in diesem Artikel vorgestellt – Die Vitrex Wasser App. Es gibt aber auch gute Apps. Zwei oder drei.

Und was alle gemein haben: Ein gutes Konzept.

Ein speziell auf Mobile zugeschnittenes Konzept erkennt man daran, dass die App auf einem anderen Device schlichtweg keinen Spaß machen würde. Ein gutes Konzept erkennt man daran, dass man das Icon der App selbst länger als zehn Minuten im Homescreen seines Smartphones sehen möchte.

Klar, das nächste Instagram erdenkt man nicht so einfach. Auch wenn manche Beraternasen da draußen das gerade suggerieren. Aber es gibt tatsächlich schöne Beispiele für gute Werbe-Apps im Appstore. Zum Beispiel The Dark Knight Rises Z+. Die App liefert den Soundtrack von Großmeister Hans Zimmer je nach Situation (rennen, ruhig, Sonnenaufgang, Nacht, …) auf die Kopfhörer des Users. Quasi der Soundtrack deines Lebens – genial.

Screenshots der Dark Night Rises Z+ App

Nein, perfekt umgesetzt ist die App nicht. Aber sie basiert auf einer guten Idee. Und damit ist sie schon mal besser als 90% der Werbe- und Crossmedia-Apps, die die Appstores derzeit beschmutzen.

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Falk Ebert

5 Gründe warum ich Android hasse, 5 warum ich es liebe

Source: Business Insider

5 Gründe warum ich Android Telefone hasse:

  1. Es gibt kein Instagram (AAAAAAAAAAAAAAAAH)
  2. Alle Apps kommen generell später als für iOS
  3. Scrollen ist etwas ruppiger als bei Apple
  4. Durch die Gerätevielfalt gibt es keine so coolen Accesoires
  5. Es ist kein Apfel drauf
5 Gründe warum ich Android Telefone liebe:
  1. Ich verkaufe meine Seele lieber an Google als an Apple
  2. Preis-Leistungs-Verhältnis ist besser
  3. Es gibt geniale Widgets
  4. Meine Daten sind frei, exportierbar, und nicht ein einen Hersteller gebunden (Kontakte, Kalender, Bilder, Musik…)
  5. Die nativen Apps von Google Maps, Gmail und Docs etc. sind besser als die iOS Versionen
Dem Wachstum von Android nach zu schließen, sollten einige der Punkte auf der Hass-Liste aber bald der Vergangenheit angehören. Meine Hoffnung liegt auf 2012!

Christian Faller


Die Autoren

Christian Faller Falk Ebert

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