Archive for the 'Technologie' Category

Seriously, Android?

Vor einigen Tagen wurden alle kompatiblen Android Geräte nun vollends auf die Version 4.4 KitKat umgestellt.

Neben einigen Tweaks, die im Hintergrund zur Stabilität beitragen, merkt der User im Frontend designtechnisch nicht besonders viel. Einige der nativen Apps haben ein leicht anderes Interface. Und das Android Cyan wurde ersetzt durch ein schlichtes Grau – z.B. in der Statusbar oben. Rein persönlich finde ich es nicht schöner als in der alten Version, aber das ist wohl Geschmackssache.

Was mir aber massiv auf den Wecker geht, ist die unnötige Umstellung der Zeichenbelegung der Tastatur. Ich bin sicher jeder hat es gemerkt: Dort wo früher das Komma war, ist jetzt der Unterstrich. Seriously, der Unterstrich? Warum der Unterstrich?

Android 4.4 Tastatur

In gefühlt jedem zweiten Satz mache ich jetzt einen Unterstrich statt dem Komma. Ja, man kann ein Komma auch machen, indem man lange auf dem Punkt bleibt, aber das dauert mir zu lange.

Dieses Update halte ich für komplett sinnlos und frustrierend. Manchmal frage ich mich da, ob das keinem Beta-Tester aufgefallen ist…

Christian Faller

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Digitaler Hotelschlüssel

Ich habe mich vor einiger Zeit darüber ausgelassen, wie unsicher Hotels sind. In quasi jedem Hotel, in dem ich bislang war – und es waren einige – hätte ich an die Rezeption laufen können, eine X-beliebige Zimmernummer sagen und den Schlüssel dafür bekommen.

Gäste werden angehalten den Schlüssel beim Ausgehen an der Rezeption zu lassen, aber die Rezeption ist personaltechnisch zu jeder Tageszeit unterschiedlich besetzt und keiner schert sich darum, um einen Nachweis zu bitten, dass auch tatsächlich der Hotelgast den Schlüssel verlangt und nicht irgendein Langfinger, der die Bude ausräumen will.

Als ich nun vor kurzem in Dublin im Hostel war, erhielt ich diesen Schlüssel:

Hotelschluessel

Durch die übertriebene Größe ist bereits klar, dass man ihn quasi an der Rezeption lassen MUSS. Allerdings hat dieses Hostel etwas weiter gedacht. Und zwar bekommt jeder Hotelgast bei der Ankunft einen kleinen Zettel, den er benötigt, um seinen Schlüssel wieder abzuholen.

Diese Lösung ist so einfach und doch so gut. Man hat keinen Balast tagsüber und das Zimmer ist dennoch sicher. Warum habe ich das noch nie zuvor erlebt?

Und dann dachte ich mir: Warum kann man hierfür eigentlich keine App entwickeln. Jeder könnte bei der Ankunft seine Bestätigung in Form eines Codes über eine App erhalten, der außerdem das Datum des Aufenthalts und die Zimmernummer zeigt. So müsste der Staff nicht immer die Nummer checken und evtl sogar Personalausweise abgleichen.

Der Grund warum es das nicht gibt, so vermute ich, ist dass die Penetration mit Smartphones noch nicht hoch genug ist, um das System durchweg zu verwenden. Es müsste daher begleitend immer noch eine Zweitlösung genutzt werden für alle Gäste ohne Smartphone, was den Aufwand unnötig erhöht.

Für die Zukunft könnte ich mir so etwas aber durchaus gut vorstellen – eventuell könnten so sogar Chipkarten für das ganze Zimmer ersetzt werden.


Christian Faller

Innovationsstandort Deutschland. Nicht…

Ein Freund hat mich vor Kurzem auf eine interessante Sache aufmerksam gemacht. Wenn man bei Google Maps etwas herauszoomt und dann das kleine Streetview Männchen greift, um es irgendwo in Deutschland zu platzieren, wird einem das Ausmaß der Google Paranoia im guten alten blurmany erst bewusst. Nahezu jedes Land der EU hat den Gürtel lockerer geschnallt als wir. Ja, die nächstgelegenen Länder (abgesehen von Österreich), die ähnlich unter der Tarnkappe liegen, sind Slowenien, Weißrussland und Bosnien Herzegowina. Für ein Land, das im Technologiesektor innovieren möchte und traditionsgemäß eine weltweite Vorreiterrolle in technischen Feldern einnahm, finde ich unseren Stand in dieser Sache sehr traurig. Zumal diese Verschließung auch viel Wind aus den Segeln der Startup-Szene in Deutschland nimmt.

Blaue Flächen auf der Karte sind in Streetview verfügbare Flächen, weiße Flächen nicht. (Anklicken zum Vergrößern)

Innovationsstandort-Deutschland

Christian Faller

Faltbare Bluetooth Tastatur fürs Smartphone

myType Bluetooth Tastatur

Bildquelle: Kickstarter

Spracheingabe, Stifte, Swipe, Bildschirmtastaturen. Mit vielen neuen Ideen sollte das Schreiben auf dem Smartphone über die letzten Jahre innoviert und verbessert werden. Dies ist zwar gelungen, aber viele werden mir noch immer zustimmen, wenn ich sage: Auf dem Smartphone schreibt man keine langen E-Mails.

Das hat bei mir zwei Gründe:

  1. Es ist umständlich und vor allem langsam auf dem Smartphone zu tippen. Ich swipe gerne, muss dann aber immer mal wieder ein Wort löschen, weil es nicht erkannt wurde, was mich ungemein aufhält. Da ich ziemlich große Hände habe, ist manuelles tippen bei mir noch langsamer, da ich sehr oft die falsche Taste erwische.
  2. Der zweite Grund ist, dass man so auf die Tastatur fokussiert ist, dass man Schreibfehler oft nicht bemerkt. Aus diesem Grund denkt man immer zweimal darüber nach, ob man eine geschäftliche E-Mail vom Handy tippt oder nicht doch lieber damit wartet, bis man wieder am Laptop sitzt.

Als Folge daraus ist das Smartphone für mich eher ein passives Tool geworden, auf dem ich lese. Ich gehe durch meine E-Mails und markiere alle, die mein Handeln später erfordern. Sollte etwas anbrennen, rufe ich meistens lieber gleich an.

Wirklich produktiv arbeiten kann ich mit dem Smartphone nicht. Zumindest nicht annähernd so schnell, wie am Laptop. Und das liegt schlichtweg an den Eingabemöglichkeiten, nicht an der Rechenleistung oder mangelndem Apps, denn von Gmail über Google Docs, bis hin zur Dropbox habe ich ja alles was meinen Workflow auch im normalen Arbeitsmodus bestimmt.

Bluetooth Tastatur als Lösung

Die nun bei Kickstarter laufende faltbare Bluetooth Tastatur myType (59$), scheint eine brillante Lösung des Problems zu sein. Eingefaltet ist sie zwar noch größer als selbst große Smartphones, aber dennoch gut zu transportieren. Die Tasten greifen beim Falten ineinander und halten sie so zusammen. Und da jegliche Kabel fehlen, ist der Einsatz schlicht und simpel möglich:

Meiner Meinung nach ist die Tastatur eine sinnvolle Ergänzung zum Smartphone, da sie das mitschleppen eines Notebooks teilweise sicherlich vermeiden würde. Andererseits ist die Frage, ob sie damit nicht zu sehr am Tablet Markt kratzen möchte? In meinen Augen nicht, da jeder Tablet Besitzer sein Smartphone sowieso immer in der Tasche hat und das Tablet ein Handy daher niemals ersetzen würde. Umgekehrt aber schon denn die Tastatur frisst wesentlich weniger Platz und auch Gewicht als ein Tablet.

Was meint ihr?

Christian Faller

Lustige Augmented Reality App

Per E-Mail wurden wir auf eine neue und ganz interessante Augmented Reality App aufmerksam gemacht. Sie heißt Quargo, ist natürlich mal wieder (noch) iOS only und dreht sich im Grund um QR-Codes.

Laut Hersteller „kombiniert Quargo konventionelle QR-Codes mit Augmented Reality und verflechtet die Fantasie mit der Realität“. Klingt komisch? Hier ist ein Video:

Auf der Website vom Quargo gibt es die Möglichkeit eigene Codes zu erstellen und Visuals oder Botschaften hochzuladen.

Die App erinnert mich ein wenig an Ingress, wobei es natürlich wesentlich weniger komplex ist und im Grunde kein Spielprinzip dahinter steht. Der kreative Gedanke ist es wohl, der für mich die Verbindung darstellt.

Aus Mangel an iPhones in der Gefahrgut Redaktion konnten wir leider keinen Test mit der App machen, liefern diesen aber gerne nach wenn die Android Version released wurde.

Falls jemand von euch einen der Codes irgendwo hängen sieht, würden wir uns sehr über ein Foto freuen, denn es wäre interessant zu sehen wie die Codes im Kontext von Werbekampagnen genutzt werden können.

Christian Faller

Die Zukunft des Bloggens

Ghost

Blogs haben sich zu einem der bedeutendsten Teile des Internets entwickelt. Sie bilden Meinungen, informieren, vernetzen Nischen oder dienen zum Austausch unter Freunden.

Die meistgenutze Software ist dabei WordPress, aber auch Blogger von Google oder Microblog-Alternativen wie tumblr sind sehr erfolgreich.

Was sich aber immer mehr abzeichnet, ist ein Trend in Richtung Simplizität. tumblr wird deswegen immer beliebter, da es bewusst weniger Features bietet und wahnsinnig schnell aufgesetzt und bedient werden kann.

Derzeit enwickelt sich aber vor allem WordPress zunehmend weg von einer Blogging Plattform und hin zu einem umfangreichen CMS als Backend für „richtige“ Websites. Während diese Entwicklung brilliant ist und sich für WordPress sicherlich bezahlt macht (mit meiner Agentur setzen wir bei ca. 90% der Websites für unsere Kunden auf WordPress), ist es für Blogger inzwischen nicht mehr die Plattform, die es einmal war. Es wird zunehmend mehr Hintergrundwissen verlangt. Vor allem wenn man eine schöne Seite haben möchte und etwas vom Standard abweichen will.

Eine neue Nische tut sich also auf, in die niemand geringeres als John O’Nolan stoßen möchte. Und wenn sich jemand mit der Technologie des Bloggens bestens auskennt, dann O’Nolan. So war er drei Jahre lang Deputy Head des WordPress UIs, wo er das Interface, das wir alle so lieben, entwickelt hat und hat Blogs für Firmen wie Microsoft, Nokia, MTV und Template Seiten wie WooThemes gebaut. Credibility? Check!

Mit einem grandiosen Team möchte O’Nolan nun eine neue Open-Source Blogging Plattform einführen, die er „Ghost“ nennt. Das Ding steht bei Kickstarter in den Löchern und wir gebacked wie die Hölle. Schaut euch dieses Video an (Embed war leider nicht möglich):

Ghost Video

Ich sehe in diesem Ansatz durchaus das Potenzial, einen großen Teil der Leidenschafts-Blogger anzusprechen, die eben so wie Ghost an sich, keinen kommerziellen Hintergrund haben und nur aus Spaß schreiben.

Die eindeutige Abgrenzung zu WordPress gefällt mir gut und ist denke ich die Stärke von Ghost. Mit der zunehmenden Verbreitung von Tablets, die auch zum Tippen wirklich tauglich sind und dabei noch Bilder und Videos machen können, wird das Bloggen von Unterwegs sicher noch zunehmen.

Wir schielen weiterhin mit einem Auge auf Ghost und halten euch auf dem Laufenden.

Christian Faller

Die guten Apps gibt es immer nur für iOS

Warum gibt es die besten Apps eigentlich immer nur für iOS? Jahrelang müssen Android User auf Top-Apps häufig warten und die wirklich interessanten Nischenapps gibt es quasi nie.

Ich bin mit meinem Android an sich ja super zufrieden, aber hin und wieder kommt es einfach hoch. Gestern habe ich zum Beispiel die geniale Wecker App „Freaky Alarm“ für das iPhone entdeckt, die ich mir ohne zu zögern gekauft hätte:

FreakyAlarm Screenshots

Um den Wecker auszubekommen muss man hier Rätsel lösen oder bestimmte Punkte in der Wohnung mit dem Handy scannen. Das heißt man wird quasi GARANTIERT wach und pennt nicht stundenlang weiter. Pflichtkauf für Morgenmuffel!

Dabei könnte laut aktuellen Marktanteilsstudien Android im Tabletbereich in diesem Jahr sogar iOS überholen und auch bei Smartphones ist der Anteil substantiell:

IDC

Bildquelle: http://www.ubergizmo.com

So viel ich über das Thema fluche, kann ich es aber irgendwo auch verstehen. Ein kompromissloser Fokus auf eine einzige Plattform hat viele der besten Apps hervorgebracht. Man denke nur an Instagram. Vor allem kleine Startups haben häufig nicht nur die Monetarisierung im Kopf sondern wollen nachhaltige Qualität liefern und eine feste Nutzerschaft kultivieren. Mit limitieren Resourcen führt da oft kein Weg an der Entscheidung für eine einziges Betriebssystem vorbei.

Dagegen gibt es App Entwickler die mit vorgefertigten Plug&Play Systemen ganze Apps von Android nach iOS kompatibel machen, sich dabei aber in der Funktionalität und bei den Features deutlich einschränken.

Am Ende muss der User entscheiden ob ihm diese Einschnitte in der App-Qualität die verkürzte Wartezeit wert sind oder ob man auf die echten Kracher wartet. Mich persönlich würde es am meisten freuen wenn der Single-Platform Fokus auch weiterhin bestünde, aber der Trend von iOS als Erstplatform etwas zu Android umschwenkt, wo wir inzwischen eine nahezu genauso große Userbase haben, die zwar etwas weniger kauffreudig ist, aber dafür hohe Wachstumsraten verzeichnet.


Christian Faller


Die Autoren

Christian Faller Falk Ebert

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