Posts Tagged 'Datenschutz'

Stop trying to make Datenschutz als USP happen

In einem Paralleluniversum nutzen wir StudiVZ statt Facebook, weil Holtzbrinck nicht mit der NSA zusammenarbeitet. Dort verschlüsseln wir unsere Mails mit PGP. Die Werbekampagne „die Gedanken sind frei“ für GMX war ein voller Erfolg. Wir twittern mit App.net und Protonet ist nicht pleite gegangen.

In diesem Universum hingegen sollten wir uns von dem Gedanken verabschieden, dass Datenschutz das wichtigste Verkaufsargument für ein Produkt (USP) sein kann.

Stop trying to make it happen.

Ja, eine große deutsche Rüstungsfirma wird auch in hundert Jahren kein Google Drive verwenden. Doch der B2C-Markt funktioniert anders. Ein Umdenken nach Snowden findet dort höchstens im Feuilleton statt.

Glaubt ihr mir nicht? Okay, nennt mir einen digitalen B2C-Dienst, der den Marktführer durch besseren Datenschutz abgelöst hat, obwohl er eine schlechtere Usability vorzuweisen hat.

Einen.

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Simyo Datenschutz Wahnsinn

Regen

Ich hatte vor kurzem ein Smartphone Tarif-Fiasko, als ich mich wegen einer Änderung meines Flatrate Tarifs etwas mit Simyo in den Haaren hatte. Long story short: Ich hing mit einer Mitarbeiterin an der Hotline, die meine Situation genau verstehen konnte, der es ganz offensichtlich peinlich war, mir sagen zu müssen, dass das Simyo System besch***** ist und ich tatsächlich geliefert bin und sie oder ich beide nichts daran ändern können.

Ich möchte die alte Geschichte auch nicht wieder aufrollen, aber eine Sache fiel mir während dem ganzen Debakel vordergründig auf: Jeder Simyo Kundendienst-Mitarbeiter kennt mein volles Cleartext Passwort. WHAAAAT?

Gesprächsprotokoll

Simyo: Lieber Herr Faller, zur Verifikation, dass es auch wirklich Sie sind, bräuchte ich bitte Ihre Anschrift.

Chris: Das ist Wilhelmstraße 46 in 73779 Deizisau.

S: Dann noch bitte Ihr Geburtsdatum.

C: Der 9.2.1988.

S: Gut, zuletzt bitte die ersten 4 Stellen Ihres Passworts.

//Hier denke ich mir schon, dass das etwas komisch ist (oder ist das etwa normal?), aber vielleicht sehen die ja einen Teil meines PWs. Wie oft nur die letzten 4 Ziffern der Kreditkarte angezeigt werden. Ich fahre also fort.//

C: Puh, das weiß ich gar nicht genau, ich habe nämlich überall ein anderes und arbeite mit einem Passwortmanager. Kleiner Moment bitte.

//Ich öffne nebenbei am Rechner mein LastPass. Währenddessen rate ich schonmal, was es sein könnte.//

C: Das müsste XXXX sein.

S: Nein, das ist leider falsch. Also ich kann Ihnen sagen, dass es ein ziemlich komisches Passwort ist (gluckst).

//WTF? Was soll das denn bedeuten??//

C: Aha, okay. Moment.

// Ich finde das Passwort im Manager. Das Passwort sind ein paar Worte mit Zahlen aneinandergereiht. Das erschreckende daran ist: Nach vier Ziffern steht dort ein volles deutsches Wort plus eine Zahl. Sonst nichts. Also absolut nichts komisches. Das bedeutet Simyo sieht mein VOLLES Cleartext Passwort. Im Kundendienst. Ha Ha Ha Ha. Vielen Dank für den professionellen Datenschutz!

Bei aller Liebe zur Offenheit mit Privatsphäre, aber mein Passwort soll überhaupt niemand wissen. Schon gar nicht jeder Kundendienstmitarbeiter eines Telefondiscounters, dessen Systems so schlecht ist, dass ich nicht einmal den Tarif meiner Flatrate ändern können ohne zu kündigen (keine Vertragslaufzeit!).

Ich muss das immer noch verdauen.


Christian Faller

25+ Facebook-Links, die ihr vielleicht noch nicht kanntet.

Wenn man an Facebook denkt, denkt man eigentlich nur an zwei Seiten: Die Startseite und die Timelines der User. Beide komplett aus User Generated Content generiert. Das ist die große Stärke von Facebook.

Und doch gibt es einige spezielle Seiten auf Facebook. Mit eigenen Layouts. Mit eigenem Content. Hier eine kleine Liste für euch.

Die Seite über Sicherheit auf Facebook

Der Sicherheitsbereich:
https://www.facebook.com/safety

Die Standards der Gemeinschaft:
https://www.facebook.com/communitystandards

Drei Tipps zum Schützen deines Passworts:
https://www.facebook.com/about/security

Die Seite zum Entdecken von Pages:
https://www.facebook.com/pages

Der neue Anwendungsbereich:
https://www.facebook.com/appcenter

Das Portal für Werbetreibende:
https://www.facebook.com/advertising

Das Portal für Werbe-Cases:
http://www.facebook-studio.com

Das Portal für Developer:
https://developers.facebook.com

Hier kann man Usernames festlegen:
https://www.facebook.com/username

Die Info-Seite zur Timeline:
https://www.facebook.com/about/timeline

Die Info-Seite zum „Abonnieren“:
https://www.facebook.com/about/subscribe

Die Info-Seite zu Videoanrufen:
http://www.facebook.com/videocalling

Die Info-Seite zum Chat:
http://www.facebook.com/sitetour/chat.php

Die Info-Seite zu LBS:
http://www.facebook.com/about/location

Die Info-Seite zu Credits:
http://www.facebook.com/credits

Die Info-Seite zum Login via Facebook:
http://www.facebook.com/about/login

Die landing page zum Erstellen einer Seite:
https://www.facebook.com/pages/create.php

Die Jobs-Seite:
https://www.facebook.com/careers

Die Datenverwendungsrichtlinien:
https://www.facebook.com/about/privacy

Die Info-Seite zu Cookies:
https://www.facebook.com/help/cookies

Der Hilfebereich:
https://www.facebook.com/help

Die Nutzungsbedingungen:
https://www.facebook.com/policies

Die Unternehmens-Grundsätze:
https://www.facebook.com/principles.php

Die Info-Seite zur Werbefinanzierung:
https://www.facebook.com/about/ads

Die Seite um Profil-Banner zu erstellen:
http://www.facebook.com/badges

Das Mobile-Portal von Facebook:
http://www.facebook.com/mobile

Eine neue Microsite zu London 2012:
https://www.facebook.com/pages/olympics

Updates:

Die Seite, die die neuen Gifts erklärt:
https://www.facebook.com/about/gifts

Eine Seite für Investoren:
http://investor.fb.com/

Der eigene Shortlink-Dienst:
http://fb.me/

Download-Seite für den Messenger:
https://www.facebook.com/about/messenger

Die „Success-Stories“:
http://www.facebook-successstories.com/

Das Debugging-Tools für Entwickler
https://developers.facebook.com/tools/debug

Das PMD-Programm
https://developers.facebook.com/preferredmarketingdevelopers/

Hab ich noch wichtige Seiten vergessen? Bitte packt die Links in die Kommentare!

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Falk Ebert 

Google Plus: 7 wichtige Fragen und 7 Meinungen

Sieben Fragen

1. Wie ist es?

Es sieht ziemlich gut aus, fühlt sich ziemlich gut an und lädt zum Entdecken ein. Das Layout ist etwas größer und weniger kompakt als Facebook, mit viel Whitespace und großen Schriften. Durch die bislang sehr wenigen Funktionen kommt „Beta-Feeling“ auf. Besonders für die Heavy-User von Facebook dürfte es ungewohnt sein, keine Events, Apps, Werbung und Chatfenster aufpoppen zu sehen.

2. Was ist gut?

Das Teilen fühlt sich ganz gut an. Das Management der Freunde in Circles macht Spaß und ist durchdacht. Und die Hangouts begeistern: Einfach mal eine Videokonferenz mit ein paar Leuten machen, das ging bislang nicht so einfach. Gestern habe ich ein paar Stunden mit verschiedenen Leuten aus der ganzen Welt, darunter Google-Mitarbeiter, geplauscht und es hat wirklich Spaß gemacht. Generell kommt man schneller mit Leuten außerhalb des eigenen Netzwerks in Kontakt.

3. Was ist schlecht?

Die Sparks sind eine absolut schmale Geschichte. Da muss Google wirklich noch Arbeit reinstecken. Der +1-Button macht auch weniger Spaß als das liken auf Facebook, auch wenn ich grade nicht genau sagen kann, warum. Was ich aber sicher sagen kann: Google+ braucht schnellstmöglich eine Programmierschnittstelle! Denn erst dann können MobileApps, Clients und Webseiten sinnvoll mit den Funktionen des Netzwerks interagieren.

4. Wie ist es mit der Privacy?

Generell motiviert Google die Nutzer bei jedem Status-Post zu hinterfragen, wem man die Nachricht mitteilen möchte. So wie man es bei Facebook theoretisch auch über das Schloss-Symbol neben dem Teilen-Button machen kann. Der Unterschied: Da die Circles bei Google wichtiger sind als die Listen bei Facebook, wird diese Funktion auch tatsächlich genutzt. Dennoch ist Plus nicht der Datenschutz-Himmel. Ein Profil ganz zu verstecken (wie es bei Facebook möglich ist), ist beispielsweise nicht möglich. Und ganz transparent dürften die Einstellungen und Mechanismen für Otto-Normalnutzer auch nicht sein.

5. Ist es der Facebook-Killer?

Im Moment noch nicht. Dazu muss es sich noch weiter entwickeln und Google muss zum Beispiel endlich das Profil-Chaos über die verschiedenen Produkte hinweg in den Griff bekommen. Im Moment ist es eher ein Twitter-Killer. Schauen wir, was die Zukunft bringt.

6. Was verpasse ich ohne ein Konto?

Bislang eine große Anzahl early adopter, die sich darüber austauschen, wie gut das Netzwerk doch sei und Meta-Witze über die Circles und den Namen des Netzwerks reißen. Und ein paar interessante Konversationen bei Hangouts.

7. Müssen Unternehmen rein?

Noch nicht. Es gibt noch keine Profil-Seiten für Unternehmen oder Blogs, auch wenn diese schon ohne Datum angekündigt sind. Bislang sind neben echten Menschen nur Spam-Accounts à la Twitter dort vertreten.

Sieben Meinungen

Björn Eichstädt (Storyblogger)…

erkennt das große Potential bei der Verknüpfung mit anderen Produkten und läutet die nächste „Ära des Social Networkings“ ein.

Ich habe das Gefühl, dass Google mit Google+ tatsächlich eine eierlegende Wollmilchsau produziert hat, die das Potenzial zu etwas ganz Großem hat. Google+ ist immer noch lediglich einem großen geschlossenen Nutzerkreis vorbehalten, aber das wird sich schnell ändern.

Johannes Klietsch (idealogues)…

geht auf den Sinn hinter den Circles ein.

Es ist modular aufgebaut. Mit den “+Circles” versucht Google das umzusetzen, was bei Facebook nur bedingt funktioniert: Die Trennung vom Beruf, dem Privatleben und den Freunden. Circles ermöglicht das einfache Anlegen von Gruppen und das gezielte Streuen von Informationen an bestimmte Freundeskreise.

Martin Weigert (netzwertig)

sieht in dem Erfolg vor allem eine Quittung für das Assi-Verhalten des blauen Konkurrenten.

Denn während auch viele engagierte Facebook-Kritiker trotzdem bei dem Social Network aktiv sind, tun sie dies wider Willen und nur mangels Alternative. Beobachtet man die fast durchweg positiven Reaktionen zuGoogle+, wird deutlich: Facebook scheint bei Early Adoptern (nur diese bewegen sich derzeit bei dem nur mit Einladung zugänglichen Google+) so gut wie keine Fürsprecher mehr zu besitzen.

Dieter Petereit (t3n)

feiert das Ding auch ziemlich ab.

Mein erster Eindruck von Google+ ist überaus positiv. Besonders der Umgang mit der Privatsphäre der User ist so nachvollziehbar, dass man sich fragt, warum da vorher keiner drauf gekommen ist…

Jeff Gibbard (sociamediatoday)

ist da schon einen Schritt weiter und zeigt gesunde Skepsis. Er liefert einige Argumente, warum G+ nicht so schnell Facebook platt machen wird.

I’ve wanted for so long for my friends to adopt Twitter, but most don’t “get it.”  And instead, I’m stuck dealing with all of the crap that comes along with Facebook.  I struggle to stay objective as I work with clients on a Facebook strategy when I’m tired of Facebook and just want to ignore it. Facebook is, unfortunately, too big to fail.

Nico Lumma (Lummaland)

trifft den Nagel auf den Kopf, wenn es um die größten Macken des Netzwerks geht: Profile, Sparks, business Profile, API, Divergenz.

Das Circles-Konzept bietet sich natürlich sehr an, um Inhalte gleich an Facebook,Twitter, Tumblr, etc. zu schieben, denn über Circles bekommt die Granularität beim FIltern hin, die bei diesen Diensten nicht so ausgeprägt sind. Vor allem, wie bekomme ich jetzt alle Mentions, Kommentare, Notifications, Retweets und was sonst noch irgendwie zusammen?

Jürgen Vielmeier (basic thinking)

erklärt, warum der run auf das Netzwerk so groß war. Es ist einfach.

Man selbst will es doch auch nur sehen, darf aber nicht. Noch schlimmer wird es, wenn wie gestern ein ganzer Batzen bei Google Plus hineingelassen wird, vielleicht sogar die Mehrheit inzwischen drin ist, man selbst es aber immer noch nicht geschafft hat. Man kommt sich übergangen vor, irgendwie isoliert.

Deshalb geht mein Dank auch an Timo, der mich ziemlich früh eingeladen hatte und an Tilo für den invite zu dem tollen Hangout! Wer schon an Bord ist, kann seine Meinung ja mal in die comments hauen. Ich möchte euch auch ganz herzlich einladen, mich einzukreiseln:

 

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Falk Ebert

Warum ich mir keine Sorgen um meine Privatsphäre mache

Google Chef Schmidt schießt mal wieder den Vogel ab. Neulich gab es einigen Aufruhr als er die grandiose Vision enthüllte, er sei der festen Überzeugung, eines Tages wäre es möglich, dass jeder Mensch bei Volljährigkeit seinen Namen ändern könne. Und zwar, um sich von seinen Jugendsünden rein zu waschen. Das ist in meinen Augen der größte Schmarn den ich je gehört habe. Verfallen Einträge im Strafregister, weil ich als Jugendlicher nicht wusste, dass ich mit 16 Jahren, 4 Promille und 2 Freunden kein Auto stehlen darf? Verantwortlichkeit gilt offline wie auch online. Klar, dass dieser Vorschlag nicht nur von mir durch den Kakao gezogen wurde:

Sind wir also alle auf ewig dazu verdammt unsere Freitag Abende mit einer warmen Milch zu Hause vor dem Ofen zu verbringen, weil alles andere ja auf Google landen könnte? Ich denke nicht…

Weiterlesen ‚Warum ich mir keine Sorgen um meine Privatsphäre mache‘

How to be a Social Media Douchebag 1

how to be a Social Media Douchebag personal edition

Idioten – Es gibt sie überall. Und deshalb gibt es sie auch in den Sozialen Netzwerken.  Zuhauf. Wer jedoch denkt, es wäre einfach, ein Social Media Depp zu sein, der hat sich geschnitten. Deshalb gibt es von uns die zehn wichtigsten Regeln für angehende Social Media Douchebags. Heute für einzelne Personen, demnächst für ganze Unternehmen.

1. Leite Hoaxes weiter!

Denn die Ölindustrie wird wirklich weinen, wenn ein paar Leute an einem bestimmten Tag nicht tanken. Ebenso wie das kleine unschuldige Mädchen den Spender mit der bestimmten Blutgruppe braucht, StudiVZ kostenpflichtig wird und Nokia 3210s verschenkt.

Also munter weiterleiten, egal ob per Email, bei Facebook oder twitter! Wozu haben wir die ganzen Kontakte denn, wenn man sie nicht für etwas wirklich Wichtiges einsetzen darf?

Weiterlesen ‚How to be a Social Media Douchebag 1‘

Facebook goes Weltherrschaft?

Facebook wird mächtiger!

Nein. Noch nicht. Und trotzdem hat Facebook einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Eroberung des Internets getan. Doch fangen wir mit einem kleinen Rückblick an.

Was wurde aus Ilse?

Gefahrgut Leser wissen: In letzter Zeit gab es ja ein wenig Wirbel um Facebook und den Datenschutz. Da Facebook empörenswerterweise nicht auf den Brief von Ilse Aigner reagiert hat, müsste man nun meinen, Frau Aigner hätte inzwischen, wie angekündigt, ihre Mitgliedschaft beendet. Oder ist sie etwa immer noch bei Facebook?

http://www.isilseaignerstillonfacebook.com/

Egal, richten wir unseren Blick mal lieber direkt auf die Quelle:

Was gibt es von der f8?

Am Mittwoch war die offizielle Entwicklerkonferenz von Facebook, die f8. Dort hat Facebook zwar einerseits nur technologische Schritte vorgestellt, aber damit andererseits seine Strategie für die nächsten Jahre klar gemacht. Facebook will in das ganze Internet. Und zwar folgendermaßen:

Die Armee zur Eroberung des Internet heißt Open Graph und beinhaltet drei Divisionen.

Weiterlesen ‚Facebook goes Weltherrschaft?‘


Die Autoren

Christian Faller Falk Ebert

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