Posts Tagged 'fail'

Seriously, Android?

Vor einigen Tagen wurden alle kompatiblen Android Geräte nun vollends auf die Version 4.4 KitKat umgestellt.

Neben einigen Tweaks, die im Hintergrund zur Stabilität beitragen, merkt der User im Frontend designtechnisch nicht besonders viel. Einige der nativen Apps haben ein leicht anderes Interface. Und das Android Cyan wurde ersetzt durch ein schlichtes Grau – z.B. in der Statusbar oben. Rein persönlich finde ich es nicht schöner als in der alten Version, aber das ist wohl Geschmackssache.

Was mir aber massiv auf den Wecker geht, ist die unnötige Umstellung der Zeichenbelegung der Tastatur. Ich bin sicher jeder hat es gemerkt: Dort wo früher das Komma war, ist jetzt der Unterstrich. Seriously, der Unterstrich? Warum der Unterstrich?

Android 4.4 Tastatur

In gefühlt jedem zweiten Satz mache ich jetzt einen Unterstrich statt dem Komma. Ja, man kann ein Komma auch machen, indem man lange auf dem Punkt bleibt, aber das dauert mir zu lange.

Dieses Update halte ich für komplett sinnlos und frustrierend. Manchmal frage ich mich da, ob das keinem Beta-Tester aufgefallen ist…

Christian Faller

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Wie man sein Startup nicht nennen sollte

In Hamburg gibt es ein neues Mobilitätskonzept. Es heißt… wie hieß es doch gleich?

Dieses Problem hatte ich kürzlich, als ich mich bei switchh (sic) anmelden wollte.

Irgendetwas mit switch war es doch…

Google-Suche nach SwitchDas war zu optimistisch. Switch Hamburg?

Google-Suche nach Switch HamburgTranssexuelle Selbsthilfe? Nope, ich möchte nur meinen Standort wechseln, nicht mein Geschlecht. Switch HH?

Google-Suche nach Switch HH

Da, auf dem dritten Platz finde ich es. Allerdings nur beim Abendblatt, dass in der Headline auch „Switch“ statt „switchh“ schreibt. Ein Link zur Website fehlt. Auf der Karte unter dem Logo sehe ich aber, wie es richtig heißt.

Suche nach HH

Meinte ich „switch“? Nein.

Ich meine nur, man sollte bei der Namensfindung vielleicht ein wenig nachdenken.

Neben dem Klang, dem Potential zur Differenzierung und der expliziten Botschaft muss heute auch die „Googlebarkeit“ und die „Word of Mouth“-Kompatibilität beim Naming mitgedacht werden.

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Falk Ebert

 

 

VVS App mit groben Fehlern?

You gotta be kidding me…?

Ist was ich mir gestern gedacht habe, als ich mich für die VVS Handyapp angemeldet habe, um fortan Tickets vom Smartphone kaufen zu können. Beim Registrierungsprozess musste ich meine Daten ca. 7x eingeben, weil die Anmeldung jedes Mal behauptete, dass meine Session abgelaufen sei. Keine Ahnung warum.

Da ich mein Android auf Englisch eingestellt habe, war die App auch automatisch auf Englisch konfiguriert. Was ich gut fand. Allerdings waren die Fehlermeldungen im Eingabeformular auf Deutsch. Sehr sinnvoll für Englischsprachler.

Aber das passt ja noch. Was dann nicht mehr passt ist die E-Mail, die ich für die Registrierung bekommen habe (klicken zum Vergrößern):

VVS-App

Soso, ihr wollt also meine Bankdaten für die Bezahlung haben. Na, wenn ihr damit genauso sorgfältig umgeht, wie mit Euren Kundendaten im E-Mail Backend, dann gebe ich sie euch NATÜRLICH NICHT. Wie zum Teufel kann ein so großes Unternehmen so einen Pfusch veröffentlichen, wenn davon der direkte finanzielle Unternehmenserfolg abhängt??

Christian Faller

Medienbruch – You’re doing it wrong.

Viele kritisieren ja, dass Deutschland kein guter Standort für digitale Startups wäre. Dabei tut unsere Regierung wirklich etwas dafür, dass das nächste Facebook, Twitter oder Amazon aus Deutschland kommt. Wirklich!

Zum Beispiel mit solchen Plakaten.

Plakat des BMWi

Klick in die Zukunft? Dieses Plakat bewirbt eine App mit einem QR-Code. Geht es da nicht eher um einen Tap oder einen Scan? Egal, wir sind ja nicht kleinlich.

Natürlich haben wir den Code probeweise gescannt.

Landing Page

Was für eine wunderschöne, perfekt mobil optimierte Landing Page. Offensichtlich hat keiner der Verantworlichen die Seite jemals mit einem halbwegs aktuellen Gerät getestet. Egal, auch darüber kann man hinwegsehen.

Zeit, die App zu testen.

Fehler

Das klappt ja schon mal prima! Egal, QR-Codes scannt ja sowieso keiner.

Suchen wir doch mal direkt im App Store.

Suche nach Start App

Nicht unbedingt das, was ich erwartet habe. Egal, Appstore-SEO ist eine Disziplin, die wirklich nicht jeder beherrschen muss.

Unter den weiteren Treffern war die App dann auch. Und mit was wurde meine hartnäckige Suche belohnt? Mit solchen unglaublich hässlichen Screens:

Screenshot der App

Are. You. Fucking. Kidding. Me.

Das wäre alles noch irgendwie witzig, wenn ich mir nicht sicher wäre, dass das BMWi dafür vollkommen ungerechtfertigte Summen an Steuergeldern rausgehauen hätte.

So wird das nichts mit dem Facebook aus Deutschland, lieber Herr Rösler!

And now for something completely different: In UK ist man uns, wie immer, einen Schritt voraus. Dort habe ich letzte Woche erste Billboards mit fest installierter QR+NFC-Lösung gesehen.

Billboard mit NFC

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Falk Ebert

Wo es kostenloses WLAN gibt und wo nicht

Kostenloses WLAN

Ernsthaft, Deutsche Bahn?

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Falk Ebert

Manchmal fühle ich mich als digital native einfach nicht verstanden.

Handy Verboten Schild

Paradebeispiel dafür:  Ein Fitness-Center, das sich selbst „Marktführer und Trendsetter im Bereich Fitness“ nennt. Bestimmt nicht der günstigste Anbieter am Markt.

Fail 1 ist mir schon bei der ersten Führung durch das Center aufgefallen: Kein WiFi. Klar, ich soll da auch schwitzen und nicht surfen. Aber Trainings-Musik höre ich fast nur noch über 8tracks. Und Podcasts, TED-Talks, … HALLO? Soll ich etwa auf den aufgehängten Fernsehern RTL schauen?
Neben den Geräten hängt ein Schild, dass man sein Handy im Club nicht benutzen darf. Da das darauf abgebildete Tasten-Telefon keinerlei Ähnlichkeit mit meinem Smartphone hat, habe ich das Schild bislang müde lächelnd ignoriert.

Der Fail 2 wurde mir klar, als ich die Mappe mit meinem Trainingsplan bekommen habe. Moment, Mappe? „Ja, die kommt in den Schrank dort vorne.“ „Kann ich den Plan auch online abrufen?“ Kann ich nicht. Und wenn ich mal in einem anderen Club trainieren möchte? Einer ist näher bei meiner Wohnung, einer bei meinem Arbeitgeber. Faxen die den Plan dann rüber? Oder ist man so weit noch nicht?

Nach dem Erstellen des Trainingsplans der Fail 3: Termine mit den Personal Trainers werden mir mündlich mitgeteilt. Wenn die Termine sowieso dort in das System gehacked werden, warum kann mir System dann keine VCF-invites per Mail schicken? Ach so, meine Mailadresse ist nur für den langweiligen Newsletter gespeichert. Verstehe.

Was mir bei der Sache mit dem Mappen-Schrank schon dämmerte, wurde auf Nachfrage zur traurigen Gewissheit: Es gibt keine App des Clubs, die mich auf irgendeine Art und Weise beim Training unterstützt. Fail 4. Öffnungszeiten, Kurs-Termine, Trainings-Plan, Ernährungs-Checkliste, … relevante Use-Cases fallen wohl jedem ein. Nix gibt’s.

Und zum Schluss noch ein kleiner Bonus-Fail: Die Standard-Vertragsdauer liegt bei einem Jahr. Drunter wird es deutlich teurer UND der Zuschuss-Deal mit meinem Arbeitsgeber würde wegfallen. Na prima. Als ob ich heute weiß, was ich in verdammten zwölf Monaten machen werde? Ich weiß doch meistens noch nicht mal am Freitag, was ich am Wochenende mache!

Young Professionals sind eine hoch interessante Zielgruppe. Warum gibt sich kaum ein Unternehmen Mühe, sie zu verstehen?

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Falk Ebert

Wie ich sie hasse: Netzwerker

Es gibt diese Leute, dir mir ganz gehörig auf den Sack gehen. Sie selbst sehen sich als Netzwerker, oder als Vernetzer, sind aber in Wirklichkeit irgendwelche komischen Figuren, die verzweifelt versuchen ein künstliches Netzwerk aufzubauen, um sich hinterher Entrepreneur zu nennen. Jede Woche bekomme ich bei Xing irgendwelche Nachrichten von Leuten, die mich einfach mal so als Kontakt haben wollen, weil wir ja beide immer auf der Suche nach neuen Geschäftspartnern sind. Und das Schlimmste dabei:

Sie benutzen jedes Mal das Wort „Synergien“

NEIN, ich möchte Sie nicht als Kontakt haben. Eine Synergie setzt voraus, dass beide etwas dazu beitragen und daraus ein Mehrwert entsteht. Ich habe keinen Mehrwert von Copy-Paste Emails von generischen Netzwerkern, die mich danach auch noch mit Webinar Spam vollmüllen, um ihr qualitativ minderwertiges Produkt abzusetzen. Diese Leute haben noch nicht einmal verstanden, dass sie sich für so eine Art von Content ein fachfremdes Publikum suchen sollten, und keine Experten, die den Quark sofort durchschauen.

Was mir aber imponiert, ist die Gabe dieser Leute, aus meinem Profil zu erkennen, dass ich „kreative Menschen und Querdenker“ suche. Wow! Das wusste ich bis heute selbst nicht. Und geschrieben habe ich es auch nirgends. Aber herzlichen Dank für diesen Vorschlag mit dem ich mein Profil noch erheblich bereichern kann! Vielleicht werde ich ja auch mal so ein Profinetzwerker wie Sie. Dazu lade ich mir am besten gleich ihr kostenloses Ebook „Kundenakquise mit Xing“ runter, für das ich mich ja nur auf die Email Liste schreiben muss.

Christian Faller


Die Autoren

Christian Faller Falk Ebert

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